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Juristische Themen

Sozialabgaben für Arbeitnehmer in Frankreich

Die Antworten auf die folgenden Fragen werden Ihnen wesentliche, für die Praxis wichtige Hinweise zu den Sozialabgaben in Frankreich geben. Die Ausführungen hat Ihnen die im deutsch-französischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei EPP & KÜHL (Straßburg, Köln, Baden-Baden, Paris, Sarreguemines, Bordeaux) erstellt.
Kontakt:
Frau Rechtsanwältin Aurélia Heim
heim@rechtsanwalt.fr, Tel. +33 - 3 88 45 65 45
www.avocat.de 


Die in Frankreich auf Lohn und Gehalt anfallenden Steuern und Abgaben unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Steuern und Abgaben, die in Deutschland anfallen.

Im Arbeitsvertrag in Frankreich wird in der Gehaltsklausel grundsätzlich das Bruttogehalt angegeben.

Der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben beträgt etwa 42 % vom Bruttogehalt, der Arbeitnehmeranteil etwa 22 % vom Bruttogehalt. Der Arbeitnehmer erhält vom Arbeitgeber das Bruttogehalt abzüglich der arbeitnehmerseitigen Sozialabgaben ausbezahlt. Dieser Auszahlungsbetrag wird in Frankreich terminologisch als Nettogehalt bezeichnet.

Hinsichtlich der Steuern auf das Gehalt des Arbeitnehmers gilt Folgendes: Anders als in Deutschland muss der Arbeitnehmer in Frankreich die jährlich abzuführende Einkommensteuer selbständig entrichten, wofür er eine Steuererklärung zu erstellen hat. Es findet in Frankreich also – anders als in Deutschland – keine Besteuerung des Gehalts an der Quelle (Quellenbesteuerung durch den Arbeitgeber im Namen und für Rechnung des Arbeitnehmers) statt.

Beispielrechnung zur Illustration (Zahlen annäherungsweise)

Der Arbeitgeber zahlt an seinen Arbeitnehmer als Bruttomonatsgehalt das in Frankreich gesetzlich geltende branchenübergreifende Mindestgehalt in Höhe von 1 466,62 € (seit 01.01.2016).

Aus der Sicht des Arbeitnehmers stellt sich die Einkommenssituation wie folgt dar:
Auf das Bruttogehalt entfallen etwa 22 % arbeitnehmerseitige Sozialabgaben, also im vorliegenden Fall etwa 322,66 €. Diese 322,66 € arbeitnehmerseitigen Sozialabgaben werden durch den Arbeitgeber einbehalten und an die Sozialkassen abgeführt. Der Arbeitnehmer erhält also 1 466,62 € abzgl. 322,66 €, also 1 143,96 € ausgezahlt. Diese 1 143,96 € sind das Nettogehalt des Arbeitnehmers, welches er noch selbständig versteuern muss.

Aus der Sicht des Arbeitgebers stellt sich die Situation wie folgt dar:
Es soll wieder vom genannten Bruttogehalt in Höhe von 1 466,62 € ausgegangen werden. Hierauf zahlt der Arbeitgeber etwa 42 % Sozialabgaben, also etwa 615,98 €. Somit betragen die Gesamtkosten, die der Arbeitgeber für diesen Arbeitnehmer zu tragen hat, etwa 2 082,60 €.

Nachstehend finden Sie, in tabellarischer Form, Informationen zu den Sozialabgaben in Frankreich, gültig seit dem 1. Januar 2016: Übersicht/Tabelle


Stand der Bearbeitung: August 2016


Diese Rechtsinformation zu Frankreich stellt Ihnen zur Verfügung

Rechtsanwalt Frankreich

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