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Subunternehmertätigkeit in Frankreich

Die nachfolgenden Informationen zu den Besonderheiten der Subunternehmertätigkeit in Frankreich hat die im deutsch-französischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei EPP & KÜHL (Straßburg, Köln, Baden-Baden, Paris, Sarreguemines) erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt Marcus Lubnow
lubnow@rechtsanwalt.fr, Tel. +33 (0)3 - 88 45 65 45
www.rechtsanwalt.fr


Besonderheiten der Subunternehmertätigkeit in Frankreich


Der grenzüberschreitende Einsatz von Subunternehmern in der Abwicklung französischer Projekte birgt rechtliche und wirtschaftlich relevante Besonderheiten auch für Auftragnehmer aus dem deutschen Sprachraum.

Werden Unternehmen aus dem deutschen Sprachraum bei der Abwicklung von Projekten des Maschinen- und Anlagenbaus, von Bauleistungen oder in der Lieferkette industrieller Fertigungsprozesse tätig, kann dies trotz der Vereinbarung der Geltung deutschen Rechts zu einer Anwendung besonderer französischer Vorschriften führen.

So wendet die französische Rechtsprechung in ständiger Rechtsprechung seit einem Kassationsgerichtsurteil aus dem Jahre 2007 die Schutzvorschriften des französischen Subunternehmergesetzes vom 31. Dezember 1975 auch bei internationalen Vertragsketten als zwingende Vorschriften des französischen Rechts an.

Dies beinhaltet verschiedene formale Vorgaben, sowie Direktzahlungsansprüche und die Verpflichtung zur Bestellung von geldwerten Sicherungen, sowie die Entstehung von Haftungsrisiken, sofern es zur Missachtung dieser zwingenden Vorgaben des französischen Rechts kommt.

Als maßgebliche Voraussetzung für die Anwendung dieser Besonderheiten des französischen Rechts ist nach der Maßgabe der französischen Rechtsprechung die Realisierung des Vorhabens in Frankreich, beispielsweise durch den Bau oder die Errichtung einer industriellen Anlage oder Bestandteile derer in Frankreich.

Das französische Subunternehmergesetz kann daher auch zur Anwendung kommen, sofern ein deutsches Unternehmen als Hauptauftragnehmer für die praktische Realisierung in Frankreich einen deutschen, französischen oder schweizerischen Subunternehmer zum Einsatz bringt.

Weitere Besonderheiten ergeben sich aus den Vorgaben des französischen Arbeits- und Sozialversicherungsrechts, deren Beachtung je nach Fallgestaltung auch für ausländische Unternehmen von ganz erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sein kann.

Zur Vermeidung unvorhergesehener Risiken bei der Mitwirkung an grenzüberschreitenden Projekten ist daher die Berücksichtigung etwaiger Besonderheiten des französischen Rechts ratsam.


Stand der Bearbeitung: 1. Juni 2014


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