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Juristische Themen

Schließung in Singapur

Ich habe Fragen zur Schließung meines Unternehmens in Singapur.

Die Antworten auf die folgenden Fragen werden Ihnen wesentliche, für die Praxis wichtige Hinweise zur Schließung Ihres Unternehmens in Singapur geben. Den Fragenkatalog sowie die Antworten hat Ihnen die im deutsch-singapurianischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Respondek & Fan (Singapur, Bangkok) erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt Dr. Andreas Respondek, respondek@rflegal.com
, Tel. +65 - 6324 0060
www.rflegal.com


1. Welche Schritte müssen zur Schließung eines Unternehmens in Singapur eingeleitet werden?

2. Was sind die Grundzüge der Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen?

3. Wer begleicht eventuell noch offene Schulden bei der Schließung eines Unternehmens in Singapur?


Antworten:


1. Welche Schritte müssen zur Schließung eines Unternehmens in Singapur eingeleitet werden?

Erforderlich ist zunächst ein Beschluss der Gesellschafterversammlung zur Einstellung der Aktivitäten der Gesellschaft (Auflösung der Gesellschaft) und zur Bestellung eines Liquidators. Es ist möglich, den Geschäftsführer zum Liquidator zu bestellen.

In der Folge ist eine Abschlussbilanz zu erstellen. Der Liquidator ist sodann mit der umfassenden Abwicklung der Gesellschaft betraut.

Nach Abschluss der Liquidation fasst die Gesellschafterversammlung den Entschluss zur definitiven Beendigung der Gesellschaft (Beendigung der Liquidation der Gesellschaft). Damit kann die Gesellschaft aus dem Handelsregister gelöscht werden.


2. Was sind die Grundzüge der Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen?

Es ist zunächst zu beachten, dass es in Singapur grds. keine so starke Unterscheidung zwischen einer Kündigung aus persönlichen Gründen und einer solchen aus wirtschaftlichen Gründen gibt wie in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen sind nur punktuell geregelt.

Im Common Law gilt der Grundsatz, dass eine Entlastung ohne ausdrückliche Kündigungserklärung rechtswidrig ist.

Eine Kündigung während des Wehrdienstes oder des Mutterschaftsurlaubs ist nur bei Vorliegen eines „vernünftigen“ Grundes zulässig.


3. Wer begleicht eventuell noch offene Schulden bei der Schließung eines Unternehmens in Singapur?

Bei der Schließung eines Unternehmens in Singapur noch offene Schulden sind vorrangig durch die Gesellschaft selbst zu begleichen.

Sollte die Gesellschaft keine Mittel mehr haben, um die Schulden zu begleichen, so wird auf die hinter der Gesellschaft stehenden Gesellschafter nur in ganz eng begrenzten Fällen zurückgegriffen (Fälle des piercing the corporate veil).


Stand: 1. August 2011


Diese Rechtsinformation zu Singapur stellt Ihnen zur Verfügung

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