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Juristische Themen

Haftung in Spanien

Ich habe Fragen zur Haftung des Geschäftsführers (Leitungsorgans) einer Gesellschaft in Spanien.

Die Antwort auf die folgende Frage wird Ihnen wesentliche, für die Praxis wichtige Hinweise zur Haftung eines Geschäftsführers (Leitungsorgans) einer Gesellschaft in Spanien geben. Den Fragenkatalog sowie die Antworten hat Ihnen die im deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Monereo Meyer Marinel-lo Abogados (Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca, Berlin) erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt Stefan Meyer, smeyer@mmmm.es, Tel. +34 - 91-319 96 86

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Wofür haftet der Geschäftsführer (das Leitungsorgan) einer Gesellschaft in Spanien?


Antwort:


Wofür haftet der Geschäftsführer (das Leitungsorgan) einer Gesellschaft in Spanien?


Der Geschäftsführer (das Leitungsorgan) handelt in der Regel im Namen und für Rechnung der Gesellschaft, die er vertritt, und haftet nur selten mit seinem persönlichen Vermögen.

In folgenden Ausnahmefällen haftet der Geschäftsführer (das Leitungsorgan) persönlich:

1. Das spanische Recht verpflichtet einen Geschäftsführer (das Leitungsorgan), das Gesetz und die Gesellschaftssatzung einzuhalten, das Amt mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns und redlichen Vertreters auszuüben und über vertrauliche Informationen, auch nach der Amtszeit, Stillschweigen zu bewahren. Ein Verstoß gegen eine dieser Pflichten, der der Gesellschaft, den Aktionären oder den Gläubigern Schaden verursacht, löst die persönliche Haftung des Geschäftsführers (des Leitungsorgans) aus.

2. Der Geschäftsführer (das Leitungsorgan) hat die Verpflichtung, bei Vorliegen von Gesellschaftsverlusten, die das Vermögen auf weniger als die Hälfte des Stammkapitals reduzieren, innerhalb von zwei Monaten die Gesellschafterversammlung einzuberufen und, falls diese keine entsprechenden Entscheidungen zur Behebung dieser Situation trifft, die gerichtliche Auflösung der Gesellschaft zu verlangen. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, haftet er gesamtschuldnerisch für alle Gesellschaftsschulden, die nach diesem Zeitpunkt entstehen.

3. Neben der zivilrechtlichen Haftung besteht auch eine strafrechtliche, die sich aus Artikel 31 des spanischen Strafgesetzbuches ergibt. Danach haftet der Geschäftsführer für die Handlungen, die durch die von ihm vertretene juristische Person verwirklicht worden sind. Die Vorschrift hat insbesondere Bedeutung für von Arbeitnehmern erlittene Sach- und Personenschäden aufgrund nicht eingehaltener Sicherheitsbestimmungen.


Stand: 1. August 2011


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