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Juristische Themen

Gewerbesteuer in Spanien

Die Fragen zur spanischen Gewerbsteuer sowie deren Beantwortung hat Ihnen die im deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Monereo Meyer Marinel-lo Abogados (Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca, Berlin) erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt & Steuerberater Gustavo Yanes
, gyanes@mmmm.es, Tel. +34 – 91-319 96 86
www.mmmm.es


1. Wer ist in Spanien verpflichtet, Gewerbesteuer abzuführen?

2. Wie berechnet sich in Spanien die Höhe der Gewerbesteuer?

3. Wann ist in Spanien die Gewerbesteuer fällig?


Antworten:


1. Wer ist in Spanien verpflichtet, Gewerbesteuer abzuführen?


Natürliche und juristische Personen, die in Spanien einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen, sind gewerbesteuerpflichtig. Als „gewerbliche Tätigkeit“ gelten hierbei Aktivitäten von Personen, welche dazu befähigt sind, Tätigkeiten auszuüben, welche die Organisation von Betriebsmitteln und die Ausübung von Personalverantwortung mit sich bringen..
Die Gewerbesteuer sieht jedoch zahlreiche Steuerbefreiungstatbestände vor. Die wichtigsten Steuerbefreiungen gelten für:

  • Natürliche Personen (Selbständige);
  • Körperschaften und natürliche Personen, deren Umsatz in einem bestimmten Geschäftsjahr die Schwelle von 1 Million Euro nicht überschreitet.
In Spanien nicht ansässige Personen, die ohne eine in Spanien belegene feste Geschäftseinrichtung tätig sind, unterliegen grundsätzlich der Gewerbesteuer. Dies gilt unabhängig davon, ob sie als natürliche Personen angesehen werden oder ob sie die vorbenannte Grenze von 1 Million Euro nicht überschreiten. Nach den Vorschriften der entsprechenden Doppelbesteuerungsabkommen können jedoch auch Nicht-Ansässige von der Besteuerung befreit werden.

Zudem besteht sowohl für natürliche Personen als auch für Körperschaften eine Steuerbefreiung während der ersten zwei Jahre nach Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit in Spanien.


2. Wie berechnet sich in Spanien die Höhe der Gewerbesteuer?

Die Steuerschuld berechnet sich nach den in den Gewerbesteuervorschriften vorgesehenen Koeffizienten und Steuerermäßigungen. Diese Koeffizienten hängen von der Art und Einstufung der Tätigkeit ab.
Darüberhinaus ist der sogenannte „Coeficiente de Ponderación“ (umsatzabhängiger Koeffizient) maßgeblich, der nach dem Umsatz des Steuerpflichtigen bestimmt wird.
Weiterhin können die zuständigen Steuerbehörden (im Allgemeinen die jeweilige Gemeinde), einen „Coeficiente de Situación“ festlegen. Dieser Koeffizient gewichtet die Beschaffenheit des tatsächlichen Ortes des Geschäftslokals oder der Büros innerhalb der jeweiligen Gemeinde.
Schließlich können die spanischen Provinzen zusätzlich einen Zuschlag auf die Gewerbesteuerschuld verlangen. Der Steuersatz des Zuschlages darf jedoch 40% nicht überschreiten.


3. Wann ist in Spanien die Gewerbesteuer fällig?

Grundsätzlich ist der Veranlagungszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Steuer ist daher grundsätzlich auch am 1. Januar des jeweiligen Jahres fällig. Allerdings bestimmen die Steuerbehörden für jedes Jahr die Zahlungsfristen für die Gewerbesteuer, die dann in der Regel erst in den Monaten September bis November liegen.


Stand: 1. Oktober 2012


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