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Juristische Themen

Sozialversicherungsrechtliche Aspekte bei der Entsendung nach Spanien

Ich möchte mein Gewerbe gerne in Spanien anbieten und habe Fragen zu sozialversicherungsrechtlichen und formalen Aspekten im Rahmen der Entsendung von Arbeitnehmern nach Spanien

Die hier formulierten Antworten werden Ihnen wesentliche, für die Praxis wichtige Hinweise zu sozialversicherungsrechtlichen Aspekten im Rahmen der Entsendung von Arbeitnehmern nach Spanien geben. Den Fragenkatalog sowie die Antworten hat Ihnen die im deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei MONEREO MEYER MARINEL-LO Abogados mit Büros in Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca und Berlin erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt Florian Frank, ffrank@mmmm, Tel. +34 / 93 487 58 94
www.mmmm.es


Der spanische Markt bietet deutschen, österreichischen und schweizerischen Gewerbetreibenden und insbesondere Handwerkern sehr gute Möglichkeiten, Leistungen anzubieten, mit denen sie einzigartig und konkurrenzlos sind. Dabei sollten u.a. auch die in Spanien geltenden gewerbe-, arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Regeln bekannt sein.

1. Muss ich meine nach Spanien entsandten Arbeitnehmer vor Ort sozialversichern?

2. Muss ich meine entsandten Arbeitnehmer in Spanien melden?


Antworten:


1. Muss ich meine nach Spanien entsandten Arbeitnehmer vor Ort sozialversichern?

In Anwendung des Art. 12 der EU- Verordnung Nr. 883/04 bleibt der im Handwerksbetrieb beschäftigte Arbeitnehmer oder Selbständige für die maximale Dauer von 24 Monaten bei der Entsendung nach Spanien in allen Zweigen der deutschen Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung) versichert.

Als Bescheinigung gilt der Sozialversicherungsnachweis in Form des Vordrucks A1, der vom zuständigen deutschen Versicherungsträger (gesetzliche Krankenversicherung oder Rentenversicherungsträger) ausgestellt wird.


2. Muss ich meine entsandten Arbeitnehmer in Spanien melden?

Für Staatsangehörige aus den ERW-Staaten, d.h. den EU- und EFTA- Staaten (u.a Liechtenstein und die Schweiz) bestehen keine Meldepflichten für einen Aufenthalt in Spanien unter drei Monaten. Sie benötigen grundsätzlich auch keine Arbeitserlaubnis.

Bei einem Aufenthalt von nach Spanien entsandten Arbeitnehmern von über drei Monaten müssen sich diese persönlich bei der zuständigen spanischen Polizeidienststelle im Zentralregister für Ausländer eintragen lassen und erhalten dort eine Steueridentifikationsnummer für Ausländer (sogenannte Número de Identificación de Extranjero).

Außerdem ist eine Anmeldung beim spanischen Einwohnermeldeamt der Gemeinde/Stadt notwendig, in der man eine Aufenthaltserlaubnis erhält.

Der jeweilige verwaltungsrechtliche Vorgang ist sehr formalistisch geprägt. Um Zeit zu sparen ist eine vorherige Beratung in jedem Fall empfehlenswert.


Stand: 1. März 2013


Diese Rechtsinformation zu Spanien stellt Ihnen zur Verfügung

Rechtsanwalt Spanien

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