CBBL - CROSS BORDER BUSINESS LAWYERS

Das weltweite Netzwerk deutschsprachiger Anwaltskanzleien

Juristisch sicher im Auslandsgeschäft


Juristische Themen

Steuerliche Abzugsmöglichkeiten für Insolvenzgläubiger in Spanien

Die folgenden Ausführungen zu steuerlichen Abzugsmöglichkeiten für Insolvenzgläubiger in Spanien hat Ihnen die im deutsch-spanischen Rechtsverkehr spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei Monereo Meyer Marinel-lo Abogados (Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca) erstellt.
Kontakt:
Herr Rechtsanwalt und Abogado Michael Fries, mfries@mmmm.es
Tel. +34 – 91-319 96 86
www.mmmm.es


Steuerrechtliche Einzelaspekte (Körperschaft- und Umsatzsteuer) für den Insolvenzgläubiger in Spanien


Die Insolvenz wirkt sich insbesondere im Bereich der Körperschaft- und der Umsatzsteuerpflichten des Gläubigers aus.

Verluste für die Wertminderung von Forderungen, die auf einer möglichen Insolvenz des Schuldners beruhen, sind auch nach dem im November 2014 erlassenen neuen spanischen Gesetz zur Körperschaftsteuer körperschaftssteuerrechtlich abzugsfähig, wenn im Moment der Fälligkeit der Steuer einer der vier folgenden Umstände vorliegt: Ablauf von sechs Monaten seit Fälligwerden der Verbindlichkeit; Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen des Schuldners; Einleitung eines strafrechtlichen Verfahrens gegen den Schuldner aufgrund des Delikts der Gläubigerbenachteiligung; die Verbindlichkeiten sind gerichtlich geltend gemacht worden oder sind Gegenstand eines gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahrens, von dessen Ausgang die Begleichung der Schuld abhängt. Nicht abzugsfähig sind Verluste aufgrund der Wertminderung von Forderungen dann, wenn es sich um Forderungen gegen öffentlich-rechtliche Körperschaften (Ausnahme: diese sind Gegenstand eines gerichtlichen oder eines Schiedsverfahrens), Forderungen gegen verbundene Personen oder Gesellschaften (Ausnahme: diese befinden sich bereits in Konkurs und es wurde die Liquidationsphase eröffnet) oder Verluste handelt, die auf einer allgemeinen Einschätzung des Risikos einer Insolvenz der Kunden und Schuldner beruhen.

In Bezug auf die Umsatzsteuer kann deren Bemessungsgrundlage reduziert werden, wenn der Rechnungsschuldner in die Insolvenz fällt und ein entsprechendes Verfahren über sein Vermögen eröffnet wird. Die Reduzierung der Bemessungsgrundlage kann nicht mehr erfolgen, wenn zwei Monate seit dem Termin vergangen sind, zu dem die einmonatige Frist für die Gläubiger endet, der Konkursverwaltung das Bestehen ihrer Forderungen mitzuteilen. Endet das Konkursverfahren durch einen der folgenden Gründe, muss der Rechnungsteller die zuvor reduzierte Bemessungsgrundlage wieder anheben und dazu eine berichtigte Rechnung ausstellen: Rechtskraft des Beschlusses der Audiencia Provincial (entspricht etwa dem deutschen Landgericht), durch den der Beschluss zur Eröffnung des Konkursverfahrens aufgehoben wird; Feststellung der vollständigen Befriedigung oder Hinterlegung der im Konkursverfahren anerkannten Gläubigerforderungen oder Wegfall der Insolvenzsituation; Rechtskraft der Entscheidung, die den Verzicht der Gesamtheit der im Insolvenzverfahren anerkannten Forderungen feststellt. Die Reduzierung der Bemessungsgrundlage ist ausgeschlossen im Falle von besicherten bzw. kreditversicherten Insolvenzforderungen oder solchen gegen verbundene Unternehmen und Behörden.


Stand der Bearbeitung: 1. Oktober 2015


Diese Rechtsinformation zu Spanien stellt Ihnen zur Verfügung

Rechtsanwalt Spanien

Monereo Meyer Marinel-lo Abogados

Madrid
Alfonso XII, 30-5°
E-28014 Madrid
Tel. +34913199686
Fax. +34 - 91 - 308 53 68

www.mmmm.es

Kontakt aufnehmen

Herr Rechtsanwalt & Abogado
Stefan Meyer
smeyer@mmmm.es

Spanien Stefan Meyer

Zum Kanzleiprofil