Joint Ventures

von Herrn Rechtsanwalt Gustavo Stüssi Neves, stussi.sp@stussinevessp.com.br
www.stussi-neves.com, Tel. +55 (11) 3093-6612 

Joint Ventures in Brasilien

Ein Joint Venture mit einem brasilianischen Partner ist für Investoren eine Möglichkeit des Zugangs zum brasilianischen Markt. Statt Kapital kann in ein Joint Venture auch Know-how eingebracht werden. Da Joint Ventures nicht gesetzlich geregelt sind, ist bei Abfassung des Vertrages über die Zusammenarbeit größte Aufmerksamkeit bei der Regelung der gegenseitigen Rechte und Pflichten geboten. 

Häufig wird aus Gründen der Praktikabilität eine eigene Tochtergesellschaft in Brasilien zur Beteiligung am Joint Venture gegründet. 

Da das brasilianische Zivilgesetzbuch für die brasilianische GmbH (Limitada) einen starken Minderheitenschutz vorsieht, kann es im Einzelfall sinnvoll sein, das Joint Venture in der Form einer Aktiengesellschaft zu gründen.

Joint Ventures sind besonders dann interessant, wenn Sie hochwertige Technologie oder ein marktgängiges Produkt einbringen können, während der brasilianische Partner ein landeskundiges Management sowie bestehende Strukturen zur Verfügung stellt. Dieses kann unter anderem auf folgenden Gebieten relevant werden:

  • Absatz und Einkauf, sofern der brasilianische Partner bereits über eigene Lieferanten und Vertriebswege verfügt, was in einem Flächenland wie Brasilien und bei den bestehenden infrastrukturellen Herausforderungen wichtig ist
  • Behördenverkehr, z.B. mit der Außenhandelsbehörde, der Zentralbank, den Finanzbehörden etc.
  • Zugang zu Finanzierungen aus öffentlichen Mitteln

 

Stand der Bearbeitung: Mai 2017