Änderung von steuerlichen Vorschriften des spanischen Arbeitsrechts

Versteuerung der Arbeitnehmerabfindung

Am 23. Juni 2014 kündigte die spanische Regierung wichtige Änderungen des spanischen Einkommensteuergesetzes an. Nachfolgend haben wir die, aus arbeitsrechtlicher Sicht bedeutsamsten Punkte der Reform zusammengefasst.

 

1. Kündigungsabfindungen sollen teilweise steuerpflichtig werden:

Erstmalig werden bei Kündigungsabfindungen für die Beträge über 2.000€ pro Dienstjahr Steuern erhoben. Laut Aussagen der Regierung sollte dies bereits bei allen Kündigungen ab dem 20. Juni 2014 der Fall sein. Es wird jedoch erwartet, dass erst die Kündigungen ab dem 1. Januar 2015 definitiv davon betroffen sein werden.

 

2. Geringerer Steuerfreibetrag für unregelmäßige Einkünfte: 

Herabsetzung des Steuerfreibetrags von 40 % auf 30 %.

 

3. Sachvergütungen:

- Folgende Leistungen werden als Sachvergütungen eingestuft, bleiben jedoch weiterhin steuerfrei:

  • reduzierte Preise bei der Essensausgabe in den Betriebskantinen 
  • reduzierte Preise für Produkte aus betriebseigenen Verkäufsstätten
  • Soziale und kulturelle Angebote an die Arbeitnehmer zu gesenkten Preisen
  • Krankenkassenversicherungsprämien
  • Ausbildungszuschuss für die Kinder
  • Übernahme der Transportkosten der Arbeitnehmer zwischen Wohnort und Arbeitsstelle für die Nutzung von Massenbeförderungsmitteln.

- Steuerpflichtig: Ausgabe von Aktien oder Beteiligungen des Unternehmens oder der Unternehmensgruppe an die Arbeitnehmer.

- Änderung der Besteuerung bei Bereitstellung von Firmenwagen oder Betriebswohnungen.

 

4. Niedrigere Einbehalte und Besteuerung für Arbeitnehmer mit einem Jahres-Einkommen unter 50.000 €. 

 

5. Lohnsteuerabzüge für Verwalter und Vorstandsmitglieder 

- Im Allgemeinen ist für Verwalter und Vorstandsmitglieder im Jahre 2015 eine Senkung der Lohnsteuer von 42% auf 37% und im Jahre 2016 auf 35% vorgesehen. 

- Bei Gesellschaften mit einem Netto-Umsatz unter 100.000 €, wird der Prozentsatz im Jahr 2015 auf 20% und im Jahr 2016 auf 19% herabgesetzt.

Dieser Gesetzentwurf wird im Juli 2014 dem spanischen Parlament vorgelegt und ist noch unter Vorbehalt, so dass noch mit Änderungen gerechnet werden muss. Zudem zeigt die Regierung ihre Dialogbereitschaft zu den angekündigten Reformmassnahmen. 

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