Änderungen im Arbeitsrecht 2015

Der eintägige Arbeitsvertrag - Mit den Veränderungen vom Juli 2015 wird zum ersten Mal der eintägige Arbeitsvertrag eingeführt, der einen schmalen Anwendungsbereich hat, welcher im Art. 144a des Arbeitsgesetzbuches geregelt ist - der Vertragsschluss ist zulässig, nur wenn es sich um Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbau handelt und keine spezielle Qualifikation zur Ausübung der Tätigkeit erforderlich ist. Ein solcher Vertrag kann nur zwischen einem Arbeiter und einem angemeldeten Landwirt geschlossen werden. Jede natürliche Person kann einen Arbeitsvertrag schließen, vorausgesetzt die Gesamtdauer der Verträge für ein Kalenderjahr nicht länger als 90 Tagen ist.

Flexible Arbeitszeiten - diskutierte Veränderung ist die Möglichkeit, dass der Arbeitsgeber flexible Arbeitszeiten bestimmen kann. Laut Art. 139, Abs. 3 des Arbeitsgesetzbuches sollte der Arbeiter/Angestellte kürzere als die Regelarbeitszeiten haben. In solchen Fall kann er die Restarbeitszeit an einem anderen Tag außerhalb der normalen Arbeitszeit abarbeiten. Bis jetzt war eine solche Flexibilität nur in der Form der sogenannten summierten Berechnung der Arbeitszeit möglich.
Jahresurlaub - Vor den Veränderungen im Art. 173 des Arbeitsgesetzbuches musste der Arbeitgeber eine Planung zur Nutzung des bezahlten Jahresurlaub für das nächste Kalenderjahr im Voraus erstellen. In der Praxis allerdings verursachte diese Urlaubsplanung viele Umstände sowohl für den Arbeitsgeber (z.B. bei unvorhergesehenen Herstellungsmengen), als auch für die Angestellten. Mit den neuen Gesetzesänderungen ist die Anforderung für eine vorzeitige Erstellung des Urlaubsplans beseitigt worden. Der Urlaub wird nur mit einer schriftlichen Verordnung des Arbeitsgebers genehmigt. Laut dem geänderten Art. 176, Abs. 2 des Arbeitsgesetzbuches ist der Arbeitsgeber verpflichtet, sein Resturlaub aus dem Vorjahr innerhalb des ersten Halbjahres des Folgejahres zu nutzen. Wenn der Arbeitsgeber die Nutzung des Urlaubs in dieser gesetzlichen Frist nicht erlauben sollte, dann kann der Arbeitnehmer selbst die Zeit der Nutzung bestimmen, indem der Arbeitsgeber mit einer Frist von 14 Tagen im Voraus durch schriftlich ankündigt.

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