Differenzbeträge aufgrund der Änderung der Rechnungsmethoden

Radikale Änderung der tschechischen Buchhaltungsregeln seit dem Jahr 2012 durch die Neufassung des § 15a der Bekanntmachung 500/2002 Slg.

Radikale Änderung der tschechischen Buchhaltungsregeln seit dem Jahr 2012 durch die Neufassung des § 15a der Bekanntmachung 500/2002 Slg.

Dieser neue tschechische Regelungsgegenstand betrifft aber keineswegs nur die Korrektur von buchhalterischen Ungerechtigkeiten der vergangenen Jahre, sondern auch die Regelung der Verrechnung der Differenzbeträge, die aus der Änderung der Rechnungsmethoden entstanden sind.

Diese Differenzen aus den Änderungen der Berechnungsmethoden wurden bislang im Ergebnis zulasten der außerordentlichen Ausgaben verrechnet, und gegebenenfalls zugunsten der außerordentlichen Einnahmen, und zwar als Buchungsvorgang des ersten Monats der neuen Rechnungsperiode. Die tschechische Auffassung der „außerordentlichen Kosten und Einnahmen“ nähert sich noch immer mehr und mehr der international herrschenden Ansicht, d.h. der Ansicht des IFR S an. Dies bedeutet, dass sich der Anwendungsbereich dieses Begriffs im tschechischen Rechnungswesen kontinuierlich verengt.

Welche Änderungen der Rechnungsmethoden kommen in Betracht? Es handelt sich vor Allem um diejenigen Änderungen der Rechnungsmethoden, die im § 4 Abs. 8 Buchst. g) des Buchhaltungsgesetzes aufgeführt sind, d.h. die Arten der Wertfestsetzung einschließlich der Festlegung der Vermögensverzeichnisse, das Vorgehen bei der Bildung und Verwendung von Korrekturposten, sowie das Vorgehen bei der Abschreibung sowie bei der Bildung und Verwendung von Reserven.

Die Buchhaltungseinheiten sollten die verwendeten Rechnungsmethoden im Laufe einer Rechnungsperiode nicht verändern, sondern nur zum Anfang einer neuen Rechnungsperiode. Eine konkrete Ausnahme enthält § 7 Abs. 4 des Buchhaltungsgesetzes: Die Änderung der verwendeten Rechnungsmethoden im Laufe der Rechnungsperiode ist akzeptabel, wenn sie mit einer Änderung des Unternehmensgegenstandes oder einer genaueren Darstellung des Buchungsgegenstandes einhergeht.

Die Differenzbeträge, die sich aus der Verwendung unterschiedlicher Buchhaltungsmethoden ergeben, werden als Buchungsvorgänge der unmittelbar nachfolgenden Rechnungsperiode verbucht, und werden deshalb erst nach Öffnung der Bücher zum Eigenkapital gerechnet, und zwar unter der Position „andere Haushaltsergebnisse der vergangenen Jahre“. Dadurch können diese Änderungen der Rechnungsmethoden nicht das Haushaltsergebnis irgendeiner Rechnungsperiode beeinflussen.

Ein typischer Fall der Änderung der Rechnungsmethode ist zum Beispiel die Änderung der Art der Bewertung der Lagerbestände, bei der auf Grundlage einer physischen Inventur zum letzten Tag der Rechnungsperiode durch die neue Methode die Bestände bewertet werden, und dann die Differenz aus diesen Änderungen zu Lasten oder zu Gunsten des Eigenkapitals in der Position „andere Haushaltsergebnisse der vergangenen Jahre“ verrechnet wird. In solchen Fällen ist es notwendig, große Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, dass die Änderung der Bewertungsmethode nicht mit der Änderung der Preise verwechselt wird. Die Änderung der Methode zur Bewertung der Lagerbestände bedeutet nur einen Übergang zum Beispiel von der Bewertungsmethode anhand der Durchschnittspreise zur Bewertungsmethode der FIFO oder umgekehrt. Dem gegenüber sollte die Änderung des Warenwerts beispielsweise durch die Alterung der Waren noch unter der laufenden Rechnungsperiode (keinesfalls unter der nachfolgenden) verrechnet werden, und zwar unter der Position der Kosten der laufenden Rechnungsperiode.

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