Einführung des Nationalgarantiesystems für Jugendliche in Spanien zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Am 5. Juli 2014 ist in Spanien das Königliche Eilgesetz 8/2014 vom 4. Juli 2014 für die Förderung des Wachstums, der Wettbewerbsfähigkeit und der Effizienz in Kraft getreten.

Unter anderem sieht diese neue Regelung verschiedene arbeitsrechtliche Maßnahmen für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Spanien vor, die teilweise vom Europäischen Sozialfond mitfinanziert werden.

So wird ein sogenanntes „Nationalgarantiesystem für Jugendliche“ (auf Spanisch „Sistema Nacional de Garantía Juvenil“, oder „SNGJ“) eingeführt, in das sich junge Arbeitslose einschreiben können, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen. Unter anderem muss ihr Alter zwischen 16 und 25 Jahren liegen (oder zwischen 26 und 30 Jahre, wenn es sich um behinderte Arbeitnehmer handelt), sie müssen im Arbeitslosenamt als arbeitsuchend eingeschrieben sein und es muss eine gewisse Zeit seit ihrem Ausbildungsabschluss oder ihrer letzten Arbeit vergangen sein.

Das Ziel dieses SNGJ ist es, arbeitslose Jugendliche, die sich weder in einer Berufsausbildung noch in einem Studium befinden, aktiv zu unterstützen, um ihnen den Zugang zu einer Arbeit oder zu einer Berufsausbildung zu erleichtern.

Unternehmen, die in das SNGJ eingeschriebene Arbeitnehmer anstellen, erhalten Sozialversicherungsvergünstigungen. Diese speziellen Vergünstigungen sind kompatibel mit den restlichen vorgesehenen Anreizen für die Anstellung von neuen Arbeitnehmern, so dass es in gewissen Fällen möglich ist, dass die Unternehmen während den ersten 6 Monaten der Anstellung von im SNGJ eingeschriebenen Arbeitnehmern, gar keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlen müssen.

Auch werden neue Anreize geschaffen, damit die Unternehmen diesen Arbeitnehmern Ausbildungsverträge anbieten. Nicht nur werden zusätzliche Sozialversicherungsvergünstigungen für die im SNGJ eingeschriebenen Arbeitnehmern geschaffen, sondern es wird auch vorgesehen, dass die Unternehmen einen Teil der Ausbildungskosten für diese Arbeitnehmer zurückerstatten bekommen. Damit möchte man das duale Ausbildungssystem in den Unternehmen fördern.

Andererseits reduziert und vereinfacht dieses Gesetz die Formalitäten für die Zeitarbeitsfirmen und Arbeitsvermittlungsunternehmen und erweitert die Tätigkeiten, dieser Unternehmen, so dass sie nun auch Ausbildungstätigkeiten für die Berufsausbildung und die HR Beratung durchführen können.

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