Steueränderungen 2013

Im Rahmen des Entwurfs für das Haushaltsgesetz 2013, der bei der Sitzung des französischen Regierungskabinetts am Freitag, den 28. September vorgestellt wurde, dürften zahlreiche Steueränderungen in Kraft treten.

Im Rahmen des Entwurfs für das Haushaltsgesetz 2013, der bei der Sitzung des französischen Regierungskabinetts am Freitag, den 28. September vorgestellt wurde, dürften zahlreiche Steueränderungen in Kraft treten.

Die Regierung muss einen Betrag in Höhe von 30 Milliarden Euro aufbringen, der sich folgendermaßen zusammensetzen soll: Einsparungen in Höhe von 10 Milliarden Euro durch eine Kürzung der Ausgaben der "nicht vorrangigen Ministerien", zusätzliche Einnahmen in Höhe von 20 Milliarden Euro durch Steuererhöhungen.

Änderungen für private Haushalte

Einkommenssteuer

Um die Steuereinnahmen zu erhöhen, ohne die Steuersätze zu ändern, wurde beschlossen, die Steuertabelle 2013 weiterhin "einzufrieren". Dank einer Steuerermäßigung sind die zwei untersten Steuerklassen (5,5% und 14%), nämlich 20 Mio. (der insgesamt 36 Mio.) Steuerhaushalte, hiervon jedoch nicht betroffen.

Eine neue Einkommenssteuerklasse wird eingeführt. Sie betrifft die Haushalte, die mehr als 150.000 Euro jährlich verdienen. Auf sie findet ein Spitzensteuersatz von 45 % Anwendung.

Die Höchstgrenze für Steuerschlupflöcher wird ebenfalls herabgesetzt werden. Bisher konnte dank der Schlupflöcher eine Steuerreduzierung um bis zu 18.000 Euro + 4% des versteuerbaren Einkommens erzielt werden. Die im Rahmen des neuen Haushaltsgesetzes vorgesehene Höchstgrenze liegt bei 10.000 Euro.

Wegfall der Pauschalbesteuerung

Bezüglich der Kapitalerträge verfügte der Steuerpflichtige bislang über die Möglichkeit, Kapitalzinsen, Veräußerungsgewinne oder Dividenden entweder progressiven

Steuersätzen zu unterwerfen oder für eine Pauschbesteuerung mit einem Steuersatz von 19, 21 oder 20 % zu optieren. Diese Wahlmöglichkeit wird mit dem neuen

Haushaltsgesetz wegfallen, und der Steuerpflichtige wird sein gesamtes Einkommen den in der Steuertabelle vorgesehenen Steuersätzen unterwerfen müssen. 

Dagegen dürften die bei Immobiliengeschäften erzielten Veräußerungsgewinne, genauso wie Lebensversicherungen, gesondert behandelt werden.

Besteuerung in Höhe von 75%

Die Besteuerung in Höhe von 75 % betrifft Einkommen aus Erwerbstätigkeit, die 1 Mio. Euro jährlich pro Steuerpflichtigen übersteigen. Diese "Sondersteuer" ist nur für zwei Jahre vorgesehen.

Vermögenssteuer

Die Vermögenssteuer wird weiterhin ab einem Einkommen von 1,3 Mio. Euro erhoben, jedoch wird die alte Steuertabelle mit Steuersätzen von 0,55 bis 1,8 % wieder in Kraft treten.

Steuerobergrenze

Der französische Verfassungsrat (Conseil constitutionnel) hat die Regierung darauf hingewiesen, dass durch das erneute Inkrafttreten der ehemaligen Vermögenssteuersätze die Festsetzung einer Steuerobergrenze erforderlich werde. Die Regierung erwägt die Einrichtung einer Steuerobergrenze, um zu gewährleisten, dass der kumulierte Betrag der Einkommensteuer, der Vermögenssteuer, der Sozialabgaben und der Besteuerung in Höhe von 75% unter 75% des Einkommens der Steuerpflichtigen bleibt.

Änderungen für Unternehmen

Kreditzinsen

Die körperschaftssteuerpflichtigen Unternehmen können gewisse Aufwendungen und insbesondere Kreditzinsen von ihren Gewinnen steuerlich absetzen. Drei Bedingungen müssen erfüllt sein: die Aufwendung trägt zu einer Erhöhung des Nettovermögens des Unternehmens bei, sie muss im Interesse der Gesellschaft getätigt werden und ordnungsgemäß, nebst Belegen, verbucht werden. Nach diesem Prinzip konnten die Unternehmen ihre Kreditzinsen in voller Höhe steuerlich absetzen. Die Kreditzinsen der Unternehmen werden im Jahre 2013 nur noch bis zu 85 % und im Jahre 2014 nur noch bis zu 75% steuerlich absetzbar sein.

Verlustvortrag

Derzeit können Unternehmen ihre Steuern reduzieren, indem sie von ihren Gewinnen die in den vorherigen Geschäftsjahren erwirtschafteten Verluste abziehen.

Der Verlustvortrag muss jedoch unter Berücksichtigung folgender Berechnungsregelungen erfolgen:

- der Verlustvortrag wird bis zu 1 Mio. Euro vorgenommen,
- er wird um 60 % des Betrages, der 1 Mio. Euro überschreitet, erhöht.

Das Haushaltsgesetz 2013 will diesen Satz von 60% auf 50% herabsetzen.

Änderungen für Freiberufler

Die Höchstgrenze für die Krankenversicherungsbeiträge der Freiberufler wird aufgehoben.
Die Rentenbeiträge der Freiberufler werden erhöht.
Die Mehrheitsgeschäftsführer von SARL (GmbH des französischen Rechts) verlieren ihren Anspruch auf einen Freibetrag in Höhe von 10 % ihrer Spesen.

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