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CBBL Rechtsanwalt und Abogado Stefan Meyer, Kanzlei Monereo Meyer Abogados, Madrid, Barcelona, Mallorca, Teneriffa
Stefan Meyer
Rechtsanwalt und Abogado
Monereo Meyer Abogados, Madrid, Barcelona, Mallorca, Teneriffa

Aktuelles zum Wirtschaftsrecht

Immobilienpreise auf den Kanaren steigen weiter 

Veröffentlicht am 16.07.2026

Von unserer deutschsprachigen CBBL-Anwältin in Madrid, Frau Alexandra Eckhardt Francés, Abogada, eckhardt@cbbl-lawyers.de, Tel. +34 - 91 - 319 96 86, www.mmmm.es

Die Problematik der Immobilienpreise in Spanien

In ganz Spanien haben die Immobilienpreise in den letzten Jahren angezogen, besonders betroffen sind die Kanarischen Inseln. Für den Anstieg der Preise für Immobilien werden im Kern folgende Gründe genannt:

1. Wohnraummangel und begrenztes Angebot

Wichtigster Preistreiber ist schlicht die Tatsache fehlenden Wohnraums.
Als Inseln sind auch die Kanaren geografisch von Natur aus begrenzt. Bauland ist knapp und die touristische Nutzung hat in den vergangenen Jahrzehnten bei Bauvorhaben den Vorzug erhalten.
Lange Genehmigungsverfahren verzögern dazu den Bau neuer Wohnungen.

2. Starke Auslandsnachfrage

Auf dieses knappe Angebot trifft gerade auf den Kanaren eine außergewöhnlich hohe internationale Nachfrage.
Der Archipel ist weiterhin ein Magnet für internationale Käufer, darunter auch Rentner, digitale Nomaden und Investoren, die auf saisonale Vermietung ihrer Objekte setzen und über entsprechend hohe Kaufkraft verfügen.
Die Attraktivität der Kanarischen Inseln ist beträchtlich: Im Jahr 2024 wurde etwa jede vierte Immobilie auf den Kanarischen Inseln von ausländischen Käufern erworben. Im Jahr 2025 war der Ausländeranteil unter den Käufern sogar noch etwas höher (jede 4. bis 5. gekaufte Immobilie).

3. Tourismus und Renditejagd auf den Kanaren

Verschärft wird diese Situation weiter dadurch, dass ein Teil der ausländischen Käufer die Immobilien nicht zum Wohnen, sondern als Investition erwirbt.
„Der Archipel zieht immer mehr europäische Käufer an, die ein angenehmes Klima, Steuervergünstigungen und gute Mieteinnahmen suchen.“  
Im Jahr 2025 gab es erneut Rekordbesucherzahlen an Touristen auf den Kanaren. Allein auf der Insel Teneriffa wurden mehr Touristen als in ganz Brasilien verzeichnet. Das kanarische Regionalparlament reagierte Anfang des Jahres mit einem Gesetz, was „de facto“ ein 5-jähriges Moratorium hinsichtlich der Schaffung neuer als Feriendomizil genutzter Wohnungen enthält: "Kanarischen Inseln, Spanien: Neues Gesetz zur Ferienvermietung".

4. Gestiegene Baukosten

Auch auf der Angebotsseite gibt es einen Kostentreiber.
„Die Kosten für Baumaterialien sind in kurzer Zeit um 80 % gestiegen“, was Neubauten verteuert und das Angebot noch weiter verknappt.

Aktuelle Immobilienpreise 2026 auf den Kanaren

Laut dem Maklerhaus Engel & Voelkers (E&V) liegen aktuell die Durchschnittskaufpreise auf den Kanaren für
  • Wohnungen bei 3.340,69 €/m² und für
  • Häuser bei 2.741,96 €/m².

Preisentwicklung bei Häusern auf den Kanaren

Die Kaufpreise für Häuser erhöhten sich im Jahr 2026 um +5,62 % gegenüber dem Vorjahr.
Zum Vorquartal hat sich der Quadratmeterpreis um + 1,59 % verändert. Damit haben die Immobilienkaufpreise ihre rasante Höhenfahrt – in den Vorjahren war jeweils ein Zuwachs von über 10 % zu verzeichnen – zwar verlangsamt, sie folgen jedoch nach wie vor einem deutlichen Aufwärtstrend.
Entwicklung der Quadratmeterpreise für Häuser
Jahr
PreisVeränderung zum Vorjahr
2026 2.741,96 €/m² + 5,62 %
2025 2.596,04 €/m² + 10,61 %
2024 2.346,92 €/m² + 10,14 %
2023 2.130,81 €/m² + 8,31 %
2022 1.967,3 €/m² ---
Engel & Völkers. Property Prices in Canary Islands – Trends & Market Data 2026. Engel & Völkers. 2026.

Preisentwicklung bei Wohnungen auf den Kanaren

Die aktuellen Preise von Wohnungen liegen im Jahr 2026 bei ca. 3.341 €/m², das ist ein Plus von + 6,03 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Preisentwicklung bei Wohnungen verläuft parallel zur Preisentwicklung bei den Häusern: Auch hier hat sich der Trend zwar abgeflacht, bewegt sich jedoch nach wie vor deutlich nach oben (+ 5,5 % ggü. einem Plus von 13,08 % im Vorjahr).
Entwicklung der Quadratmeterpreise für Wohnungen
Jahr Preis
Veränderung zum Vorjahr
2026 3.340,69 €/m² + 5,5 %
2025 3.166,58 €/m² + 13,08 %
2024 2.800,22 €/m² + 12,99 %
2023 2.478,32 €/m² + 12 %
2022 2.212,86 €/m² ---
Engel & Völkers. Property Prices in Canary Islands – Trends & Market Data 2026. Engel & Völkers. 2026.

Die teuersten Lagen auf den Kanaren:

Besonders hohe Preise werden in touristisch gefragten Südlagen erzielt, z. B. in Maspalomas (Kaufpreis Wohnung: ca. 4,877 €/m²), Puerto Rico (Kaufpreis Wohnung: ca. 4.781 €/m²) und Mogán auf Gran Canaria (Kaufpreis Haus: ca. 4.816 €/m²) oder in Fañabé, Teneriffa (Kaufpreis Haus: ca. 4.883 €/m²).

Die günstigsten Lagen:

Deutlich niedrigere Preise finden sich im Norden und in ländlichen Gebieten, etwa in Agaete auf Gran Canaria (Kaufpreis Wohnung: ca. 1.789 €/m²) oder El Tanque (Kaufpreis Wohnung: ca. 1.805 €/m²) und Puertito de los Silos auf Teneriffa (Kaufpreise Wohnung: ca. 1.828 €/m², Kaufpreis Haus: ca. 2,266 €/m²)
Die Analysten des spanischen Immobilienportals Idealista (Idealista Data) weisen darauf hin, dass in den städtischen Zentren wie Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife weiterhin ein großer Preisanstieg bei den Wohnimmobilien zu verzeichnen ist – obwohl der Anstieg der Immobilienpreise auf den Kanaren insgesamt etwas nachgelassen hat.

Vergleich zum Spanien-Durchschnitt

Der nationale Durchschnitt Spaniens lag im Mai 2026 bei 2.795€/m² (Jahres-Plus: + 16,9 %).
Las Palmas liegt damit leicht über dem spanischen Mittel und zählt zu den angespanntesten Stadtmärkten der Kanaren. Während Spanien monatlich um 1,5 % zulegte, war das Plus in Las Palmas mit + 2,9 % monatlich fast doppelt so hoch.

Fazit – Idealista im Vergleich zu Engel & Völkers: 

Beide Quellen bestätigen den starken Aufwärtstrend.
Idealista zeigt für Las Palmas sogar etwas dynamischere Zahlen (+ 13 % Jahresanstieg) als der Engel & Völkers-Gesamtdurchschnitt für die Inseln.

Der Preisvergleich zwischen den Kanarischen Inseln

Die Immobilienpreise variieren jedoch stark zwischen den sieben (heute sogar acht mit der Miniinsel „La Graciosa“) Inseln der Kanaren.
Teneriffa ist die größte Insel mit 972.000 Einwohnern und ist auch am attraktivsten für Touristen. Santa Cruz de Tenerife auf Teneriffa und Las Palmas auf Gran Canaria haben beide den (geteilten) Status als Hauptstädte der Autonomen Region der Kanaren.

Die günstigsten Inseln:

La Palma kämpft noch mit den wirtschaftlichen Nachwirkungen des Vulkanausbruchs von 2021 (Cumbre Vieja) und hat eine vergleichsweise schwache touristische Infrastruktur. Die Insel ist deutlich weniger international vermarktet als Teneriffa oder Gran Canaria.
In La Palma liegt der Durchschnittspreis von Immobilien laut dem Mittelwert verschiedener Maklerhäuser zwischen ca. 1.200 - 1.800 €/m².
Die billigste Insel der Kanaren ist El Hierro mit einem Durchschnittspreis von ca. 1.500 €/ m². El Hierro ist die kleinste und abgelegenste Insel mit sehr eingeschränkter Fluganbindung, der geringsten touristischen Infrastruktur und minimaler internationaler Käufernachfrage.

Die Zukunft der Immobilienpreise auf den Kanaren

Alleine in den letzten fünf Jahren wurden 3,2 Mrd. Euro auf den Kanaren in Immobilien investiert .
Im Rekordjahr 2025 besuchten rund 15,69 Millionen internationale Touristen die Kanarischen Inseln.
Für das Frühjahr 2026 zeigt sich ein ähnlicher Trend, auch wenn die Besucherzahlen leicht rückläufig sind.
Während das Angebot auf den Kanarischen Inseln begrenzt ist, ist die Nachfrage seitens internationaler Investoren, Touristen und Käufern vom spanischen Festland weiterhin hoch. Marktanalysen zeigen, dass auch für die kommenden Jahre ein durchschnittliches Wachstum von etwa 4 - 6 % pro Jahr erwartet wird .

Sie planen den Kauf einer Immobilie auf den Kanaren und haben Fragen zu den Immobilienpreisen und wünschen Beratung?

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Unser deutschsprachiger CBBL-Anwalt Herr Stefan Meyer, Rechtsanwalt und Abogado, und sein Team an den Standorten Madrid, Barcelona, Palma de Mallorca und Teneriffa stehen Ihnen gerne zur Verfügung: s.meyer@cbbl-lawyers.de, Tel. +34 - 91 - 319 96 86.