Der spanische Eigenheimverkauf zieht wieder an

Der frei finanzierte Wohnungsbau war vor der spanischen Immobilienkrise neben dem Tourismus das 2. Standbein der Wirtschaft (90 % aller Bauvorhaben waren Wohnungen oder Einfamilienhäuser).

Die Produktion betrug in den Boomjahren rund 800.000 Wohnungen bzw. Häuser/Jahr, die auch Jahr für Jahr vom Markt absorbiert wurden. In den Krisenjahren zwischen 2008 und 2015 sind die Preise für Wohnraum um rund 50 % verfallen.

Nach Angaben der gesamtspanischen Notarkammer wurden allein im Juni 2015 spanienweit wieder exakt 37.641 spanische Eigenheime gekauft, was eine Steigerung von 19,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. 83 % davon waren allerdings Eigenheime zweiter Hand.

Derzeit existieren immer noch rund 450.000 Neubauwohnungen aus der Zeit vor der Krise, deren Preise weiter leicht fallen, was zusammen mit den Wohnungen 2. Hand insgesamt ein Preisanstieg von rund 4 % gegenüber dem ersten Quartal 2015 ergibt.

Der Ausländeranteil an den Investitionen in spanische Eigenheime betrug im zweiten Quartal 2015 12,8 % (davon 19,8 % Briten; 8,1 % Franzosen; 7,6 % Deutsche; rückläufig dagegen der russische Anteil: 3,9 %).

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