Vermögensteuer auf Immobilien in Frankreich

von Frau Anne-Lise Lamy, Avocat, lamy@rechtsanwalt.fr ,Tel. +33 - 3 - 88 45 65 45

„Impôt sur la Fortune Immobilière"

Seit dem 1. Januar 2018 ist die französische Solidaritätssteuer auf Vermögen („Impôt de Solidarité sur la Fortune“, ISF) durch die sogenannte Vermögensteuer auf Immobilien („Impôt sur la Fortune Immobilière“, IFI) ersetzt worden.

Bei der Vermögensteuer auf Immobilien handelt es sich um eine französische Besonderheit, die bei allen in Frankreich steueransässigen Personen mit einem (weltweiten) Immobilienvermögen von über 1.300.000 € zu einer zusätzlichen Steuerbelastung führt.

Diese Steuer ist darüber hinaus auch auf nicht in Frankreich steueransässige Personen, die in Frankreich über ein solches Immobilienvermögen verfügen, in Frankreich anwendbar.

Beide oben genannte Personengruppen, also Steueransässige und Nicht-Steueransässige, sind verpflichtet, bei der französischen Steuerverwaltung ihr Immobilienvermögen anzugeben.

Die Bemessungsgrundlage dieser neuen Steuer beschränkt sich auf das Immobilienvermögen, welches nicht der beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen zugeordnet ist. Hierzu zählen sämtliches Immobilienvermögen und sämtliche Rechte an Immobilien, welche direkt vom Steuerpflichtigen gehalten werden, sowie Gesellschaftsanteile (an einer Immobiliengesellschaft oder an einer sonstigen Gesellschaft) und spezielle andere Anlageinstrumente in Höhe des Werts des Immobilienvermögens.

Die Steuerfreigrenze liegt weiterhin bei 1.300.000 € und auch die Steuertabelle bleibt unverändert.

Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Seite bei der Berechnung, der Erklärung sowie bei der Optimierung Ihrer Vermögenssteuer auf Immobilien.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Bewertung Ihrer Immobilie und der Erklärung Ihres Immobilienvermögens gegenüber der französischen Steuerverwaltung – bei Bedarf auch rückwirkend, falls eine solche Erklärung bis dato nicht fristgerecht abgegeben wurde.


Stand der Bearbeitung: September 2019